"Heaven calling in the distance, so I packed my things and ran, far away from all the trouble I had caused with my two hands"

Mittwoch, 13. Mai 2009

Brother

How can I repay you brother mine?
How can I expect you to forgive?
Clinging to the past I shed our blood,
and shattered your chance to live.

Though I knew the laws I paid no heed.
How can I return your wasted breath?
What I did not know has cost you dear,
For there is no cure for death.

Beautiful mother, soft and sweet
Once you were gone we were not complete.
Back through the years we reached for you.
Alas, twas not ment to be.
And how can I make amends,
for all that I took from you?
I lead you with hopeless dreams.
My brother I was a fool.

Don't cry for the past now brother mine,
Neither you nor I are free from blame.
Nothing can erase the things we did,
For the path we took was the same.

Beautiful mother, soft and sweet
Once you were gone we were not complete.
Back through the years we reached for you.
Alas, twas not ment to be.
My dreams made me blind and mute,
I longed to return to that time,
I followed without a word.
My brother the fault is mine.

So where do we go from here?
And how to forget and forgive?
What's gone is forever lost.
Now all we can do is live.



Montag, 11. Mai 2009

Eine Konfrontation

Ich schreie und schreie - innerlich.

Ich spüre wie es schwerer wird, jedes Wort ist wie ein Schlag. Sie kommen aus meinem Munde, doch sind wie Dolche, aus fremder Hand, die tief in meine Brust gestoßen werden.

Brennende Erkenntnis steigt mit unerträglichem Schmerz in meine Augen. Ein Meer von Tränen ergießt sich über meiner Seele. Durchnässt all meinen Widerstand. Deine Sturheit schlägt an meine Grenzen, reißt jeden schützenden Steinwall ein.

Mein Herz schreit, nach Ruhe. Gewähre mir meine letzte Hoffnung, oder zerstöre sie jetzt mit einem Schlag. Ganz oder gar nicht, besser als Halbherzigkeit. Besser als Ungewissheit gepaart mit schleichender Zeit, welche mich ganz und gar zu verschlingen droht.

Verzweiflung spiegelt sich in meinen Augen wider und brennt sich wie ein Fegefeuer durch meine hastig arbeitenden Lungen. Trauer benetzt deine Wangen und doch ist keiner von uns bereit seinen Stützpunkt aufzugeben. Ein weiterer Krieg um und in uns. Argumente, die schier unmöglich klingen wirfst du mir vor die Füße und hoffst, dass ich aufgebe. Meine Schultern sinken, ich bin so klein vor dir.

Doch langsam keimt Ekel in mir auf, von Mitleid keine Spur mehr. Ohne es zu merken, beginne ich zu schreien. Ich höre meine eigene Stimme, sie schallt scheinbar in endlosen Weiten wider. Meine Hände ballen sich zu Fäusten, Fingernägel bohren sich in meine Haut, doch ich, ich konzentriere mich darauf nicht vollends die Beherrschung zu verlieren.

Du stößt mich weiter vor den Kopf. Wieder eine Konfrontation. Ein weiterer Strich auf meiner Liste. Aus Mitleid wurde Ekel und aus Ekel Wut und aus Wut, war irgendwann Hass entstanden, doch zurück bleibt nun nur noch Gleichgültigkeit. Ein perfekter Schutz gegen deine Unzufriedenheit, mit dir und deinem Leben, eine Bürde die du mir zu tragen gibst.

Während du redest, sehe ich uns Beide, jeder auf einem eigenen Berg, und unter uns begraben all das Ungesagte der letzten Jahre. Ein langer Weg, würde vor uns liegen, wenn wir uns Schicht um Schicht vorarbeiten würden. Doch stattdessen scheinen wir immer höher zu steigen. Dem Himmel näher kommen. Ich fühle mich weiter von dir entfernt, als je zuvor und gleichzeitig so frei und schwer. Eine plötzliche Entscheidung setzt sich in meinen Gedanken fest. Ohne ein weiteres Wort kehre ich dir den Rücken. Ich höre auf dich täuschen zu wollen. Ich denke nur: „Wir ernten was wir sähen.“

Würdest du mir folgen, wenn ich nun gehe? - Nein, antworte nicht. Es ist mir egal.

Jeder Vogel verlässt mal sein Nest und genauso sicher ist die fehlende Rückkehr.

Lebwohl, Mutter.

11.05.09