"Heaven calling in the distance, so I packed my things and ran, far away from all the trouble I had caused with my two hands"

Dienstag, 21. Oktober 2008

Jugend Ohne Gott

  • "Sie leben in einem Paradies der Dummheit, und ihr Ideal ist der Hohn. Es kommen kalte Zeiten, das Zeitalter der Fische."
  • "Der Himmel ist zwar, die Erde blaß. Die Welt ist ein Aquarell mit dem Titel: April."
  • "Wenn also die staatliche Ordnung gottgewolt -" "Flasch!", unterbricht er mich. "Nicht die staatliche Ordnung, sondern der Staat ist naturnotwenig, also gottgewollt." "Das ist doch dasselbe!" "Nein, das ist nicht dasselbe. Gott schuf die Natur, also ist gottgewollt, was naturnotwenig ist. Aber die Konsequenzen der Erschaffung der Natur, das heißt in diesem Falle: die Ordnung des Staates, ist ein Produkt des freien menschlichen Willens. Also ist nur der Staat gottgewollt, nicht aber die staatliche Ordnung."
  • "Woraus die Dinge entstanden sind, darein müssen sie auch wieder vergehen nach dem Schicksal; denn sie müssen Buße und Strafe zahlen für die Schuld ihres Daseins nach der Ordnung der Zeit."
  • Lieblich waren die Gedanken, die mein Herz durchzogen. Sie kamen aus dem Kopf, kostümierten sich mit Gefühlen, tanzten und berührten sich kaum. Ein vornehmer Ball. Exklusive Kreise. Gesellschaft! Im Mondlicht drehten sich die Paare. Die Feigheit mit der Tugend, die Lüge mit der Gerechtigkeit, die Erbärmlichkeit mit der Kraft, die Tücke mit dem Mut. Nur die Vernunft tanze nicht mit. Sie hatte sich besoffen, hatte nun einen Moralischen und schluchzte in einer Tour: "Ich bin blöd, ich bin blöd!" - Sie spie alles voll. Aber man tanzte darüber hinweg. Ich lausche der Ballmusik. Sie spielt einen Gassenhauer, betitelt: "Der einzelne im Dreck." Sortiert nach Sprache, Rasse und Nation stehen die Haufen nebeneinander und fixieren sich, wer größer ist. Sie stinken, dass sich jeder einzelne die Nase zuhalten muss. Lauter Dreck! Alles Dreck! Düngt damit! Dünget die Erde, damit etwas wächst! Nicht Blumen, sondern Brot! Aber betet euch nicht an! Nicht den Dreck, den ihr gefressen habt!
  • Divisionen der Charakterlosen unter dem Kommando von Idioten.
  • So preisen die Schwachsinnigen und Lügner den Tag, an dem der Oberplebejer geboren ward.
  • Die Stunden gehen, die Wunden stehen. Immer rascher werden die Minuten - Sie laufen an mir vorbei.

Samstag, 4. Oktober 2008

Wo fängt dein Himmel an?

Zu meinem Engel gebetet, für kein andres Mädchen gedacht.
Tausend Stunden gewartet, hat alles nichts gebracht.
Zwanzig Briefe geschrieben, bis einer gut genug war für dich.
Hallo wie gehts dir? Denkst du manchmal an mich?

Wie sieht der Himmel aus, der jetz' über dir steht?
Dort wo die Sonne, im Sommer nicht untergeht.
Wo fängt dein Himmel an, und wo hört er auf?
Wenn er weit genug reicht macht dann das Meer,
zwischen uns nichts mehr aus?
Du fehlst mir, oh du fehlst mir...

Alle Uhren auf Anfang, ich kann nich' mehr sehn.
Seit ich dich getroffen hab, bleibt mein Herz manchmal stehn.
Manchmal
Wie sieht der Himmel aus, der jetz' über dir steht?
Dort wo die Sonne, im Sommer nicht untergeht.
Wo fängt dein Himmel an, und wo hört er auf?
Wenn er weit genug reicht macht dann das Meer,
zwischen uns nichts mehr aus?
Du fehlst mir, oh du fehlst mir...