"Heaven calling in the distance, so I packed my things and ran, far away from all the trouble I had caused with my two hands"

Mittwoch, 26. September 2007

Du bist verletzt worden...


Ein Mensch, den du liebst,
hat dir die Wunde zugefügt.
Das Beschönigen hilft nichts,
auch nicht das Erklären und Entschuldigen.
Der Schmerz bleibt Schmerz,
und die Enttäuschung ist nicht wegzudenken.
Dein Mund zuckt.
Du könntest zurückschlagen.
Auge um Auge, Zahn um Zahn.
Es wäre verständlich.
Aber könnte es sein,
dass stimmt, was dir gesagt wurde?
Könnte es sein, dass du ohne Wunde,
ohne Bestürzung und ohne Betroffenheit,
nichts lernen und unverändert weiterleben würdest?
Dann wäre es ein Akt der Liebe gewesen,
dir diese Wunde zuzufügen,
weil du nur über sie weiterkommst.

Deine Veränderung stürzt dich ins Alleinsein.
Du hast dich von deiner Vergangenheit weg entwickelt.
Deine Freunde von früher erkennen dich nicht mehr,
du frustrierst sie mit deinen Ansichten.
Sie wollen dich einordnen und können es nicht.
Du bist anders, als sie dich erwarten.

Deine Einsamkeit ist ein dunkles Loch,
und manchmal meinst du
das Licht nicht mehr finden zu können.
Du hast die Wahl,
dir selbst treu zu sein
oder dich anzupassen
und die Wünsche der anderen zu erfüllen.

In dieser Einsamkeit entscheidet sich dein Leben.
Wirst du fliehen,
weil du den Druck nicht ertragen kannst,
oder wirst du Reserven in dir entdecken
und Energie entwickeln,
um über ich selbst hinauszuwachsen?

Die einsamen Momente entscheiden
über deinen Charakter.